Die Blockstrecken
Beim grossen Vorbild sind Bahnstrecken in einzelne gesicherte Abschnitte unterteilt, die sog. Blockstrecken. Ein Zug darf erst weiter fahren, wenn der vor ihm liegende Block frei ist. Oder anderst gesagt, in einem Block darf sich immer nur ein Zug befinden.
Das ist auch bei der Modellbahn nachvollziehbar, insbesondere für automatisch gesteuerte Anlagen. Wobei die Steuerung in der Regel über Gleiskontakte (z. B. Reedkontakte oder Kontaktgleise) erfolgt.
Das folgende Schema zeigt das Prinzip des Streckenblocks mit drei Blockstellen, also für zwei Züge. Da immer ein Block frei sein muss, wird jeweils eine Blockstelle mehr benötigt als Züge verkehren.

Abbildung 1) Signal 1 zeigt Fahrt. Lok 1 fährt somit bis zum Signal 2.
Abbildung 2) Lok 1 hält am Signal 2. Nach verlassen der Blockstelle 1 hat sie Signal 1 geschlossen und Signal 3 geöffnet.
Lok 2 hat somit freie Fahrt in Block 1.
Abbildung 3) Lok 2 hält jetzt am Signal 1 und hat wiederum Signal 3 geschlossen und Signal 2 geöffnet. Jetzt kann Lok 1 in den Block 3 einfahren.
Abbildung 4) Lok 1 hält beim Signal 3. Sie hat Signal 2 geschlossen und Signal 1 wiederum geöffnet.
In den Halteabschnitten bei Signalen wird mittels Trennstellen im Gleis der Fahrstrom ein- oder ausgeschaltet. Bei der Blockstreckenschaltung wird dies von den Fahrzeugen mittels Gleiskontakten übernommen.

Lok 1 hat das Signal 2 passiert. Bei Durchfahrt des Gleiskontaktes wird über das Relais wird SIgnal 2 auf Halt gestellt und der Fahrstrom im Halteabschnitt abgeschaltet. Gleichzeitig wird SIgnal 1 auf Fahrt gestellt und der Fahrstrom im Halteabschnitt 1 eingeschaltet. So kann nun Lok 2 in den Block 2 einfahren und hält am Signal 2.
Dieses Prinzip wird nun auf weitere Blöcke erweitert. Im Beispiel sind dies wieder drei Blöcke für zwei Züge. Es wird stets das überfahrene Signal auf Halt gestellt und das davor liegende auf Fahrt. So kann immer ein Zug in den freien Block vorrücken.
