Modelle neu lackiert
Diese drei Güterwagen wurden mit Decals neu dekoriert. Vor der Beschriftung mussten die Aufbauten zunächst passend lackiert werden.

Für Einsteiger empfiehlt es sich, mit einfachen Arbeiten anzufangen. In diesem ersten Beispiel mit den drei Güterwagen ist nur eine einfache einfarbige Lackierung nötig
Die drei Kandidaten stellen sich vor:


Die Container sind nur aufgesteckt, lassen sich also ohne weiteres abnehmen. Das Gehäuse des Schiebewandwagens wie auch dessen Dach sind mit Rastnasen eingeklipst, auch diese lassen sich mit etwas Vorsicht leicht lösen.

Die zu lackierenden Teile sind nun komplett demontiert und bereit für die Neulackierung.

Jetzt kann mit der Lackierung begonnen werden. Bevor aber mit der eigentlichen Farbe lackiert wird, wird in einem ersten Durchgang eine Grundierung auf das zu lackierende Teil aufgebracht. Dies ist für eine saubere Lackierung unerlässlich. Durch die Grundierung haftet der Lack besser auf der Oberfläche und kann also sehr schön gleichmässig aufgetragen werden.
Da nun nicht alle Lacke vollständig decken, empfiehlt sich für helle oder weisse Lacke eine weisse Grundierung (Primer).
Zum lackieren muss die Grundierung jetzt erst noch vollständig trocknen. Das kann je nach verwendeter Grundierung bis zu einigen Stunden dauern.

Erst zum Schluss folgt jetzt die eigentliche farbige Lackierung. In unserem ersten Beispiel war jeweils nur eine einfarbige Lackierung erforderlich. Der Lack wird dabei in mehreren dünnen Schichten aufgesprüht, so ergibt sich eine gleichmässige Oberfläche ohne Verläufe oder Lacknasen.
Grundsätzlich sind die Modelle jetzt fertig lackiert. Bevor nun die weiteren Arbeiten folgen, sollte der Lack einmal gründlich durchtrocknen. Also am besten über Nacht trocknen lassen.
Die Container sollen anschliessend ja noch mit Hilfe von sogenannten Decals beschriftet werden. Dazu kommen wir im nächsten Schritt
Arbeiten mit Decals.
Dies war nun zum Anfang eine einfache Lackierung. Etwas aufwendiger wird die Sache bei mehrfarbigen Lackierungen, wie im folgenden Beispiel einer Re 460.
Die Re 460 wurde in verschiedenen Farben neu lackiert und wiederum mit Decals als "9mm" Werbelok dekoriert. Die Lackierung erfolgt bei diesem Modell in mehreren Arbeitsgängen.
Modelle neu lackiert

Als Basis dient bei unserem Beispiel ein Modell der Re 460 von Kato.

Für die Neulackierung wird das Gehäuse abgenommen und komplett demontiert. Die Kleinteile werden zur Seite gelegt und sorgfältig - möglichst in einer Box - aufbewahrt.

Als nächstes folgt wiederum die Grundierung des Gehäuses. Ich habe hier eine graue Grundierung verwendet, je nach Deckkraft des Lacks sollte gegebenenfalls eine weisse Grundierung erfolgen.

Wenn die Grundierung gut durchgetrocknet ist, wird die Grundfarbe lackiert. Mit einem gut deckenden Lack kann auch eine graue Grundierung problemlos weiss lackiert werden.
Ist der erste Lack trocken, kann eine nächste Farbe aufgetragen werden. Für die weiteren Farben werden die Farbtrennkanten sauber und exakt mit einem Masking-Tape markiert und alle Oberflächen, die keine Farbe erhalten sollen, abgedeckt.

Um bei unserer 460 das Dach neu zu lackieren, ist der Rest des Gehäuses mit Masking-Tape abgedeckt.

Nach dem lackieren muss der Lack erst wieder trocknen, bevor das Tape abgezogen wird.

Das Tape ist entfernt und das Ergebnis ein sauber lackiertes Dach.

Für die nächste Farbe werden die zu lackierenden Bereiche an den Führerständen wieder mit Tape exakt markiert. Der Rest kann mit einem gewöhnlichen Abdeckband verdeckt werden.

Bei den Fensteröffnungen empfiehlt es sich, immer etwas schräg von der Seite zu spritzen, damit auch die Innenkanten der Fenster Farbe erhalten.

Damit ist das Gehäuse der 460 fertig lackiert. Es kann, wenn der Lack durchgetrocknet ist, weiter bearbeitet, also noch mit Decals versehen werden.
© mf, Danke an Jean-François L'haire für seine Unterstützung